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Lippinghausen

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Ev.-Luth.
Stephanus-Kirchengemeinde
Bezirk Hiddenhausen

Neuer Weg 3  | 32120 Hiddenhausen
T: 0 52 23 - 87 08 4
F: 0 52 23 - 87 75 98

Pfarrerin
Vera Gronemann
Neuer Weg 5
T: 0 52 23 - 88 67
E: gronemann(@)stephanus-hiddenhausen.de

Gemeindebüro
Angelika Ruch
Neuer Weg 3
E: ruch(@)stephanus-hiddenhausen.de
Dienstags: 15:00–17:00 Uhr
Donnerstags: 8–12:00 Uhr
T: 0 52 21 - 6 79 83
F: 0 52 21 - 99 68 79

Küsterin
Regine Barral
T: 0 52 21 - 6 44 96

Unsere Kirche
Mittelpunkstr. 57
32120 Hiddenhausen

Ev. Kindergarten Lippinghausen
Leitung: Brigitte Sussick
Untere Ringstr. 6
32120 Hiddenhausen
T: 0 52 21 - 6 19 16
E: hf-kita-lippinghausen(@)kirchenkreis-herford.de

Alle Kontakte
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Geschäftsführendes Gemeindebüro

Angelika Ruch
Erdbrügge 13
T: 0 52 23 - 87 80 83
F: 0 52 23 - 87 89 91
E: ruch(@)stephanus-hiddenhausen.de

Diakoniestation Lippinghausen

Am Rathausplatz 11
T: 0 52 21 - 6 49 55
F: 0 52 21 - 68 80 19
E: hiddenhausen(@)diakoniestationen-herford.de
Internet: www.diakoniestationen-herford.de

Jugendreferent

Michael Finzel
Neuer Weg 3
T: 0 52 23 - 1 80 63 27
E: ej-hiddenhausen(@)gmx.de
Internet: www.ej-hiddenhausen.de

Ehe- und Lebensberatung e.V. "Mut tut gut!"

Herford
T: 0 52 21 - 2 76 03 76
Offene Sprechstunde: Di. 18:00-19:00, Do. 11:00-12:00 Uhr

Bünde
T: 0 52 23 - 4 91 18 79
Offene Sprechstunde: Mo. 10:00-11:00, Mi. 18:00-19:00 Uhr

Telefonseelsorge (kostenfrei)

T: 0800 1110111 oder 0800 1110222

EILSHAUSEN

Pfarrerin

Renata Pense
Buchenkamp 8
T: 0 52 23 - 6 87 98 61
E: pense(@)stephanus-hiddenhausen.de

Gemeindebüro

Angeliga Ruch
Erdbrügge 13
T: 0 52 23 - 87 80 83
FAX: 0 52 23 - 87 89 91
E: ruch(@)stephanus-hiddenhausen.de

Dienstag: 8:00-12:00 Uhr

Freitag: 8:00-10:00 Uhr

Küsterin für die Kirche

Nicole Crombie
T: 0 52 21 - 58 93 446

Küsterin für das Gemeindehaus in der Erdbrügge 13

Melanie Wächter
T: 0176 – 44 78 05 00

Evangelische Kindertagesstätte Arche

i.V. Frau Silke Knöner
Buchenkamp 4
32120 Hiddenhausen

T: 0 52 23 - 8 32 37
E: bensch(@)stephanus-hiddenhausen.de

HIDDENHAUSEN

Pfarrerin

Vera Gronemann
Neuer Weg 5
T: 0 52 23 - 88 67
E: gronemann@stephanus-hiddenhausen.de

Gemeindebüro

Angelika Ruch
Neuer Weg 3
T: 0 52 23 - 87 08 4
FAX: 0 52 23 - 87 75 98
E: ruch(@)stephanus-hiddenhausen.de

Dienstag: 15:00-17:00 Uhr

Donnerstag: 8:00-12:00 Uhr

Küsterdienst

Frau Irina Derksen
T: 0 52 23 - 7 92 34 97

Evangelische Kindertagesstätte

Silke Heller
Am Kindergarten 10
32120 Hiddenhausen

T: 0 52 23 - 8 32 00
E: heller(@)stephanus-hiddenhausen.de

LIPPINGHAUSEN

Pfarrerin

Vera Gronemann
Neuer Weg 5
T: 0 52 23 - 88 67
E: gronemann@stephanus-hiddenhausen.de

Angelika Ruch
Neuer Weg 3
T: 0 52 23 - 87 08 4
FAX: 0 52 23 - 87 75 98
E: ruch(@)stephanus-hiddenhausen.de

Dienstag: 15:00-17:00 Uhr

Donnerstag: 8:00-12:00 Uhr

Küsterin

Regine Barral
T: 0 52 21 - 6 44 96

Evangelische Kindertagesstätte

Frau Brigitte Sussick
Untere Ringstrasse 6
32120 Hiddenhausen

T: 0 52 21 - 6 19 16
E: hf-kiga-lippinghausen(@)kirchenkreis-herford.de

OETINGHAUSEN

Pfarrer

Martin Brings
T: 0 52 21 - 68 98 81
E: brings(@)stephanus-hiddenhausen.de

Gemeindebüro

Angelika Ruch
Fasanenstr. 9
T: 0 52 21 - 68 98 80
FAX: 0 52 21 - 68 98 82
E: ruch(@)stephanus-hiddenhausen.de

Montag: 8:00-12:00 Uhr

Freitag: 14:00-16:00 Uhr

Gemeindehaus

Milchstraße 166
T: 0 52 21 - 6 79 66

Küsterin

Ricarda Wächter
T: 0 52 21 - 28 11 45

Evangelische Kindertagesstätte

Frau Nicole Düding
Fasanenstrasse 8
32120 Hiddenhausen

T: 0 52 21 - 6 58 92
E: dueding(@)stephanus-hiddenhausen.de

SCHWEICHELN-BERMBECK

Pfarrerin

Katharina Baumann-Schulz
T: 0 52 21 - 6 21 50
E: baumann-schulz(@)stephanus-hiddenhausen.de

Gemeindebüro

Claudia Pallas
Am Uphof 11
T: 0 52 21 - 9 61 90 60
FAX: 0 52 21 - 6 65 50
E: pallas(@)stephanus-hiddenhausen.de

Dienstag: 9:00-12:00 Uhr
Mittwoch: 9:00-12:00 Uhr

Küsterin, Hausmeisterin

Jennifer Winter
T.: 0 52 23 - 98 55 65 5
E.: winter(@)stephanus-hiddenhausen.de

Evangelische Kindertagesstätte

Frau Heike Käsemann
Im Wulramsiek 3
32120 Hiddenhausen

T: 0 52 21 - 6 21 82
E: hackemack(@)stephanus-hiddenhausen.de

SUNDERN

Pfarrer

Kai-Uwe Spanhofer
Am Uphof 11
T: 0 52 21 - 6 12 67
E: spanhofer(@)stephanus-hiddenhausen.de

Gemeindebüro

Claudia Pallas
Am Uphof 11
T: 0 52 21 - 9 61 90 60
FAX: 0 52 21 - 6 65 50
E: pallas(@)stephanus-hiddenhausen.de

Dienstag: 9:00-12:00 Uhr
Mittwoch: 9:00-12:00 Uhr

Küsterin, Hausmeisterin

Jennifer Winter
T.: 0 52 23 - 98 55 65 5
E.: winter(@)stephanus-hiddenhausen.de

Evangelische Kindetagesstätte

Frau Janina Collmeier
Siedlungsstrasse 31
32120 Hiddenhausen

T: 0 52 21 - 6 15 40
E: collmeier(@)stephanus-hiddenhausen.de

Kurze Chronik der ersten 100 Jahre unserer Kirche

                 „Je mehr die Gemeinde wuchs, umso mehr spürte man in Lippinghausen die Not, in der eigenen Mitte keine

                       Stätte der Anbetung, der Verkündigung und des Trostes zu besitzen. Diese Not trieb zum Handeln!“

                                 (Pfarrer Friedr. Wilh. Witteborg, 1951)

 

-----------------------------------------------------------

 

Um 1900:     Das alte Kirchspiel Hiddenhausen zählt 5.017 evangelische

                Gemeindeglieder  bei   e i n e r   Pfarrstelle und  e i n e r  Kirche!

 

1902

      Errichtung einer Hilfspredigerstelle für die Bezirke Lippinghausen und Oetinghausen,    

      es kommt:   Hilfsprediger Grautoff (bis 1905).

      Das Presbyterium besteht aber darauf: Wohnung in Hiddenhausen!

 

1903

      ab Himmelfahrt: sonntags Parallelgottesdienst im Hiddenhauser Konfirmandensaal!

      22. Okt.: Mindener Regierung bewilligt grundsätzlich Gottesdienste im Oetinghauser

                   Schulgebäude

1904

      Schulvorstand und Gemeindevertretung genehmigen ebenfalls gelegentliche

            Gottesdienste in der Oetinghauser   S c h u l e!

 

1905

      erste vereinzelte Gottesdienste für die Lippinghauser und Oetinghauser

            in der alten Oetinghauser Schule. Als neuer Hilfsprediger für Lippinghausen

            und Oetinghausen kommt Pastor Mendel (bis 1909).

1907           

      Schulneubau in Oetinghausen! 

      Unterschriftenlisten in allen Häusern Oetinghausens, den Hiddenhauser

      Parallelgottesdienst jetzt ganz in die neue Oetinghauser Schule zu  verlegen!  -

      Der Antrag wird im Presbyterium mit 7:3 Stimmen abgelehnt!

   

      Daraufhin:

      Zahlreiche Pläne zum Um-/Ausbau der Hiddenhauser Kirchspiels-Kirche:

                    Rendant Schreiber: will eine Vergrößerung um das Doppelte!

                    Pastor Meyer:  will stattdessen Gottesdienste in der Oetinghauser Schule!

                    Presbyter Meyer-Lippinghausen: will eine ganz neue (zweite) Kirche

                     mitten zwischen die Dörfer Hidd./Eilsh./Lipp./Oet. bauen lassen!

Das Presbyterium beschließt schließlich:

1)     für Lipp. + Oet. soll offiziell bald regelmäßig ein gemeinsamer Gottesdienst in der Oetinghauser Schule gehalten werden!

                   2) Neubau-Planung einer Kirche in Eilshausen!

                   3) Neubau-Planung eines Pfarrhauses mitten in Oetinghausen!

 

Das Konsistorium in Münster ordnet stattdessen an:

Ø  Neubau eines Pfarrhauses mit Konfirmandensaal

     auf der Grenze zwischen Oetinghausen und Lippinghausen!

Ø  Lippinghausen erhebt Einspruch: wir wollen eine eigene Kirche!

Ø  Lippinghauser wollen nicht nach Oetinghausen zum Gottesdienst!

Ø  Eine Delegation der Gemeinde reist zu Generalsuperintendent

D. Zoellner nach Münster! 

Ø  Der Bezirks Oetinghausen reicht daraufhin eine Klage beim Kultusministerium in Berlin ein!

Ø  Die Klage wird nach elfjähriger Auseinandersetzung abgewiesen!

        --------------------------------------------------------

Währenddessen:

Ø  Konkrete Pläne zum Umbau der Kirche Hiddenhausen (verwirklicht 1911)

Ø  Konkrete Pläne zum Bau der Eilshauser Kirche (verwirklicht 1914-1924)

          -----------------------------------------------------

 

 Seit 1908      finden sonntags Gottesdienste in der neuen Schule Oetinghausen statt

                                                                                                     (bis 1938)!

                   > Lippinghauser gehen aus Protest (siehe Vorgeschichte) zum Gottesdienst

                      nach Schweicheln (Anstalt) und nach Herford (Münsterkirche)!

 

1909           Beschluß einer 2.Pfarrstelle, Sitz: in Oetinghausen! (errichtet erst 1912)

                   Die Hilfspredigerstelle wird nach Eilshausen verlegt (Pastor Höpker,

                   bis 1910)– die Lippinghauser gehen bzgl. Pfarrstelle, Pfarrhaus und

                   Kirchbau wieder leer aus!

 

Ø Ein  K i r c h – Bau für Lippinghausen hat

keine Aussicht auf Genehmigung!

 

1910           >  Da die Hiddenhauser Kirchspielsgemeinde weder für eine Kirche noch

                      für den Bau eines „Betsaales“ in Lippinghausen Geld bereitstellen will,

                      beschließt Presbyter Meyer-Lippinghausen (Presbyter von 1898 bis 1926)

                      jetzt, das von allen Lippinghausern ersehnte Ziel ohne Zustimmung

                      und Beteiligung der Kirche  nunmehr ganz mit der politischen

                      Gemeinde zu erreichen!

              >  Presbyter Meyer-Lippinghausen lässt zuerst zwei Glocken im 

                  Türmchen des  neuen Lippinghauser „Spritzenhauses“ anbringen:

                  für künftige Lippinghauser Gottesdienste und Trauerfeiern!

                   >  Presbyter Meyer-Lippinghausen stellt privat beim Amt Herford-

                      Hiddenhausen den Bauantrag für ein Lippinghauser „Gemeindehaus“ –

                      und bekommt eine Baugenehmigung!

                   >  Presbyter Meyer-Lippinghausen wirbt in seiner Funktion als

                      Gemeindevorsteher („Bürgermeister“ von 1902-1926) in der 

                      Lippinghauser Gemeindevertretung dafür, dass diese als Bauherr

                      auftrete und also auch Mittel bereitstelle!

1911             Während des großen Umbaus der Hiddenhauser Kirche bauen die

                     Lippinghauser nun trotzig, stolz und unbeirrt ihren eigenen „Betsaal“:

 

März 1911:             Baubeschluß der politischen Gemeindevertretung Lippinghausen zur

                                Errichtung eines „Gemeindehauses“ (einstimmig!) !

April 1911:             Die politische Gemeindevertretung stellt 12.00 Mark zur Finanzierung bereit!

Mai   1911:             Baubeginn – Bauunternehmer: Althoff aus Herford

Juli   1911:             Frau Meyer-Lippinghausen stiftet die künftige Orgel!

Dezember 1911:    Die politische Gemeindevertretung beantragt die Einrichtung sonntäglicher       

                               Gottesdienste im künftigen Lippinghauser „Gemeindehaus“

Weihnachten 1911:  Richtfest! Die Lippinghauser Lehrer halten die 1.Feierstunde im Rohbau ab!

 

17. Juni 1912:     Das Konsistorium, so vor vollendete Tatsachen gestellt,  genehmigt jetzt endlich

                            die  „Abhaltung sonntäglicher Gottesdienste im Betsaal zu Lippinghausen“

 

     30. Sept. 1912:   Einweihung!  Als Ehrengäste sind geladen und 

                nehmen teil:    Generalsuperintendent Zoellner, Münster,

                                    Regierungspräsident von Borries, Minden

                       („Das ist ja gar kein Gemeindehaus, das ist ja die schönste Kirche!!“)

                                    Landrat von Borries, Steinlacke/Herford

                                    Ehrenamtmann von der Schulenburg, Herford.

      Gemeindevorsteher Hermann Meyer-Lippinghausen bekommt an diesem Tag für

      sein mutiges, verdienstvolles Handeln den Kronenorden 4. Klasse verliehen!

              Es heißt, auch eine kleine Delegation der Kirchengemeinde sei anwesend gewesen …

Weitere Daten über Bau/Umbau und Einrichtung der

Lippinghauser Kirche:

1905               stiftete Hermann Meyer-Lippinghausen bereits eine große Altarbibel für die Bibelstunden in der Lippinghauser Schule (mit Pastor Maennel), darin: Widmung von 1906,  wird 1912 in den Betsaal übernommen!

Ebenfalls 1905 stiftet er für Bibelstunden ein Holz-Standkreuz (bis heute auf dem Altar!)

1912               Weitere Stiftungen:  silbernes 4-tlg. Abendmahlsgerät (von Wilkens, Bremen)

                                            versilberte Taufkanne (von Ernst, Berlin)

                                            Taufständer (Holz)

                                            figürliche Fenster (Weihnachten / Karfreitag / Ostern)

1922            Bau eines Pfarrhauses auf der Grenze zwischen Lippinghausen und

     Oetinghausen (wie schon 1907 geplant)

1928                erhält der Lippinghauser Gemeindesaal von Fam. Meyer-Lippinghausen einen

                                  Kirchturm „gespendet“!

Planung/Entwurf: Architekt Krause, Herford

Ausführung: Maurermeister Georg Strakeljahn, Hiddenhausen (bruchsteinverkleidet, neuromanische Formen, Pyramidendach,

          Einweihung des Turms (der nun erst fertigen „Kirche“) :

                         am 9. September 1929

1929

werden sogleich drei (Stahl-)Glocken und ein Uhrwerk für den Kirchturm gespendet!

 

1937

Vor dem Hintergrund zahlreicher Pfarrer-Verhaftungen im Herforder Land (Pfarrer  Schwier, Obernbeck; Pfr. Wilm, Mennighüffen u.a.) bietet die politische Gemeinde (Amt Herford-Hiddenhausen)  dem Presbyterium plötzlich die Lippinghauser Kirche für 60.000 Reichsmark (einem Diktat gleich)  zum Kauf an, andernfalls wolle sie die Kirche in ihrem Besitz den „Deutschen Christen“ überlassen! > Das Presbyterium kauft mit Zustimmung des Konsistoriums Münster die Kirche für 50.000 Reichsmark ab, obwohl ausgerechnet jetzt der  66.000 Reichsmark teure Kirchbau in Oetinghausen soeben begonnen hatte! Darum: Vereinbarung einer  Ratenzahlung bis 1947!  -   Der brisante Vorgang vor politischem Hintergrund fand in großer Diskretion statt und wurde auch nach 1945 kaum bekannt.

 

1943            Abgabe der Taufschale (Bronze/Messing) für Kriegszwecke

1950/51       Bau eines Gemeindehauses neben der Kirche

     1952             Stiftung einer Taufschale (Schönwandt) als Ersatz für

                    die 1943 abgegebene

1969           Bau des Kindergartens neben der Kirche

                  Das Kirchenschiff ist einsturzgefährdet!

1970          Beschluß und Planung für einen Neubau!

1971          Abriß des alten „Gemeindehauses“ („Betsaal“ von 1912)

     1972           Grundsteinlegung zum Bau eines neuen Kirchenschiffs südlich des Turms

                        Entwurf: Architekt Breitenkamp: polygonal mit Satteldach,  flacher Zwischentrakt

     1973           neuer Altar (Stahl/Holz)

                        neue Kanzel (Stahl/Holz)

                        neues Lesepult (Stahl/Holz)

     1993          Erweiterungsbau des Kindergartens

     1996          Anbau/Umbau des Gemeindehauses

     2012         100 Jahr Feier der Kirche Lippinghausen

Chronik zum Bau der Lippinghauser Kirche

                 „Je mehr die Gemeinde wuchs, umso mehr spürte man in Lippinghausen die Not, in der eigenen Mitte keine Stätte der Anbetung, der Verkündigung und des Trostes zu besitzen. Diese Not trieb zum Handeln!“

(Pfarrer Friedr. Wilh. Witteborg, 1951)

 


 Um 1900

Das alte Kirchspiel Hiddenhausen zählt 5.017 evangelische Gemeindeglieder  bei   e i n e r   Pfarrstelle und  e i n e r  Kirche!


1902

Errichtung einer Hilfspredigerstelle für die Bezirke Lippinghausen und Oetinghausen, es kommt:  Hilfsprediger Grautoff (bis 1905).      Das Presbyterium besteht aber darauf: Wohnung in Hiddenhausen!


1903

ab Himmelfahrt: sonntags Parallelgottesdienst im Hiddenhauser Konfirmandensaal!

22. Okt.: Mindener Regierung bewilligt grundsätzlich Gottesdienste im Oetinghauser Schulgebäude


1904

Schulvorstand und Gemeindevertretung genehmigen ebenfalls gelegentliche     Gottesdienste in der Oetinghauser   S c h u l e!


1905

erste vereinzelte Gottesdienste für die Lippinghauser und Oetinghauser in der alten Oetinghauser Schule. Als neuer Hilfsprediger für Lippinghausen und Oetinghausen kommt Pastor Mendel (bis 1909).


1907           

Schulneubau in Oetinghausen! 

Unterschriftenlisten in allen Häusern Oetinghausens, den Hiddenhauser Parallelgottesdienst jetzt ganz in die neue Oetinghauser Schule zu  verlegen!  - Der Antrag wird im Presbyterium mit 7:3 Stimmen abgelehnt!

Daraufhin:

Zahlreiche Pläne zum Um-/Ausbau der Hiddenhauser Kirchspiels-Kirche: Rendant Schreiber: will eine Vergrößerung um das Doppelte!

Pastor Meyer:  will stattdessen Gottesdienste in der Oetinghauser Schule!

Presbyter Meyer-Lippinghausen: will eine ganz neue (zweite) Kirche mitten zwischen die Dörfer Hidd./Eilsh./Lipp./Oet. bauen lassen!

Das Presbyterium beschließt schließlich:

1)     für Lipp. + Oet. soll offiziell bald regelmäßig ein gemeinsamer Gottesdienst in der Oetinghauser Schule gehalten werden!

2) Neubau-Planung einer Kirche in Eilshausen!

3) Neubau-Planung eines Pfarrhauses mitten in Oetinghausen!


Das Konsistorium in Münster ordnet stattdessen an:

  • Neubau eines Pfarrhauses mit Konfirmandensaal auf der Grenze zwischen Oetinghausen und Lippinghausen!
  • Lippinghausen erhebt Einspruch: wir wollen eine eigene Kirche!
  • Lippinghauser wollen nicht nach Oetinghausen zum Gottesdienst!
  • Eine Delegation der Gemeinde reist zu Generalsuperintendent D. Zoellner nach Münster! 
  • Der Bezirks Oetinghausen reicht daraufhin eine Klage beim Kultusministerium in Berlin ein!
  • Die Klage wird nach elfjähriger Auseinandersetzung abgewiesen!

 

Währenddessen:

  • Konkrete Pläne zum Umbau der Kirche Hiddenhausen (verwirklicht 1911)
  • Konkrete Pläne zum Bau der Eilshauser Kirche (verwirklicht 1914-1924  

 

 

Seit 1908

finden sonntags Gottesdienste in der neuen Schule Oetinghausen statt (bis 1938)!

Lippinghauser gehen aus Protest (siehe Vorgeschichte) zum Gottesdienst nach Schweicheln (Anstalt) und nach Herford (Münsterkirche)!


1909          

Beschluß einer 2.Pfarrstelle, Sitz: in Oetinghausen! (errichtet erst 1912)
Die Hilfspredigerstelle wird nach Eilshausen verlegt (Pastor Höpker, bis 1910)– die Lippinghauser gehen bzgl. Pfarrstelle, Pfarrhaus und Kirchbau wieder leer aus!

Ein  K i r c h - Bau für Lippinghausen hat

keine Aussicht auf Genehmigung!


1910

Da die Hiddenhauser Kirchspielsgemeinde weder für eine Kirche noch für den Bau eines „Betsaales“ in Lippinghausen Geld bereitstellen will beschließt Presbyter Meyer-Lippinghausen (Presbyter von 1898 bis 1926) jetzt, das von allen Lippinghausern ersehnte Ziel ohne Zustimmung und Beteiligung der Kirche  nunmehr ganz mit der politischen Gemeinde zu erreichen!

  • Presbyter Meyer-Lippinghausen lässt zuerst zwei Glocken im Türmchen des  neuen Lippinghauser „Spritzenhauses“ anbringen:
    für künftige Lippinghauser Gottesdienste und Trauerfeiern!
  • Presbyter Meyer-Lippinghausen stellt privat beim Amt Herford-Hiddenhausen den Bauantrag für ein Lippinghauser „Gemeindehaus“ – und bekommt eine Baugenehmigung!
  • Presbyter Meyer-Lippinghausen wirbt in seiner Funktion als Gemeindevorsteher („Bürgermeister“ von 1902-1926) in der Lippinghauser Gemeindevertretung dafür, dass diese als Bauherr auftrete und also auch Mittel bereitstelle!

1911

Während des großen Umbaus der Hiddenhauser Kirche bauen die Lippinghauser nun trotzig, stolz und unbeirrt ihren eigenen „Betsaal“:

März 1911

Baubeschluß der politischen Gemeindevertretung Lippinghausen zur Errichtung eines „Gemeindehauses“ (einstimmig!) !


April 1911

Die politische Gemeindevertretung stellt 12.00 Mark zur Finanzierung bereit!


Mai   1911
Baubeginn – Bauunternehmer: Althoff aus Herford


Juli   1911

Frau Meyer-Lippinghausen stiftet die künftige Orgel!


Dezember 1911

Die politische Gemeindevertretung beantragt die Einrichtung sonntäglicher  Gottesdienste im künftigen Lippinghauser „Gemeindehaus“


Weihnachten 1911

Richtfest! Die Lippinghauser Lehrer halten die 1.Feierstunde im Rohbau ab!


17. Juni 1912

Das Konsistorium, so vor vollendete Tatsachen gestellt,  genehmigt jetzt endlich die  „Abhaltung sonntäglicher Gottesdienste im Betsaal zu Lippinghausen“


30. Sept. 1912:   Einweihung!


Als Ehrengäste sind geladen und nehmen teil:   

Generalsuperintendent Zoellner, Münster,

Regierungspräsident von Borries, Minden

(„Das ist ja gar kein Gemeindehaus, das ist ja die schönste Kirche!!“)

Landrat von Borries, Steinlacke/Herford

Ehrenamtmann von der Schulenburg, Herford.

Gemeindevorsteher Hermann Meyer-Lippinghausen bekommt an diesem Tag für

sein mutiges, verdienstvolles Handeln den Kronenorden 4. Klasse verliehen!

Es heißt, auch eine kleine Delegation der Kirchengemeinde sei anwesend gewesen …

Weitere Daten über Bau/Umbau und Einrichtung der Lippinghauser Kirche:

  • 1905 stiftete Hermann Meyer-Lippinghausen bereits eine große Altarbibel für die Bibelstunden in der Lippinghauser Schule (mit Pastor Maennel), darin: Widmung von 1906,  wird 1912 in den Betsaal übernommen!
  • Ebenfalls 1905 stiftet er für Bibelstunden ein Holz-Standkreuz (bis heute auf dem Altar!)
  • 1912   Weitere Stiftungen:  silbernes 4-tlg. Abendmahlsgerät (von Wilkens, Bremen)
  •  versilberte Taufkanne (von Ernst, Berlin)
  • Taufständer (Holz)
  • Figürliche Fenster (Weihnachten / Karfreitag / Ostern)

1922

Bau eines Pfarrhauses auf der Grenze zwischen Lippinghausen und   Oetinghausen (wie schon 1907 geplant)


1928

Erhält der Lippinghauser Gemeindesaal von Fam. Meyer-Lippinghausen einen Kirchturm "gespendet"!

Planung/Entwurf: Architekt Krause, Herford

Ausführung: Maurermeister Georg Strakeljahn, Hiddenhausen (bruchsteinverkleidet, neuromanische Formen, Pyramidendach


Einweihung des Turms (der nun erst fertigen "Kirche"): am 9. September 1929

1929 werden sogleich drei (Stahl-)Glocken und ein Uhrwerk für den Kirchturm gespendet!

1937

Vor dem Hintergrund zahlreicher Pfarrer-Verhaftungen im Herforder Land (Pfarrer Schwier, Obernbeck; Pfr. Wilm, Mennighüffen u.a.) bietet die politische Gemeinde (Amt Herford-Hiddenhausen) dem Presbyterium plötzlich die Lippinghauser Kirche für 60.000 Reichsmark (einem Diktat gleich) zum Kauf an, andernfalls wolle sie die Kirche in ihrem Besitz den "Deutschen Christen" überlassen! > Das Presbyterium kauft mit Zustimmung des Konsistoriums Münster die Kirche für 50.000 Reichsmark ab, obwohl ausgerechnet jetzt der 66.000 Reichsmark teure Kirchbau in Oetinghausen soeben begonnen hatte! Darum: Vereinbarung einer Ratenzahlung bis 1947! - Der brisante Vorgang vor politischem Hintergrund fand in großer Diskretion statt und wurde auch nach 1945 kaum bekannt.

1943

Abgabe der Taufschale (Bronze/Messing) für Kriegszwecke


1950/51

Bau eines Gemeindehauses neben der Kirche


1952

Stiftung einer Taufschale (Schönwandt) als Ersatz für die 1943 abgegebene


1969

Bau des Kindergartens neben der Kirche Das Kirchenschiff ist einsturzgefährdet!

1970

Beschluß und Planung für einen Neubau!


1971

Abriß des alten "Gemeindehauses" ("Betsaal" von 1912)


1972

Grundsteinlegung zum Bau eines neuen Kirchenschiffs südlich des Turms Entwurf: Architekt Breitenkamp: polygonal mit Satteldach, flacher Zwischentrakt


 

1973

neuer Altar (Stahl/Holz) neue Kanzel (Stahl/Holz) neues Lesepult (Stahl/Holz)


 

1993

Erweiterungsbau des Kindergartens 1996 Anbau/Umbau des Gemeindehauses


2012

100 Jahr Feier der Kirche Lippinghausen

Bilder der 100 Jahr Feier vom 30. September 2012

 
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